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Wald

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Der europäische Mischwald

Die Rotbuche ist charakteristisch für das Waldgebiet Hainich (Thüringen).  (Bild: G. Thielke)
Die Rotbuche ist charakteristisch für das Waldgebiet Hainich (Thüringen). (Bild: G. Thielke)
Artenreiche Feuchtwälder sind in Deutschland seit Jahrzehnten auf dem Rückzug, weil ihnen vielfältige Entwässerungsmaßnahmen die Lebensgrundlage entziehen. (Bild: F. Neuschulz)
Artenreiche Feuchtwälder sind in Deutschland seit Jahrzehnten auf dem Rückzug, weil ihnen vielfältige Entwässerungsmaßnahmen die Lebensgrundlage entziehen. (Bild: F. Neuschulz)
Auwälder funktionieren als Kohlenstoffsenke und können darüber hinaus bei guter Wasserversorgung zusätzlichen Kohlenstoff im Boden und im Holzvorrat binden. (Bild: W. Plinz)
Auwälder funktionieren als Kohlenstoffsenke und können darüber hinaus bei guter Wasserversorgung zusätzlichen Kohlenstoff im Boden und im Holzvorrat binden. (Bild: W. Plinz)

In Europa wachsen verschiedene Waldgesellschaften. Dazu gehören Mischwälder, die sowohl aus Nadelhölzern als auch aus Laubhölzern bestehen. Daneben finden sich, unter anderem, reine Laubwälder wie Hain – Buchen Wälder oder auch Nadelwälder sowie Gebirgswälder. Diese zeichnen sich zum Beispiel dadurch aus, dass die unteren Hänge und Täler mit Laubbäumen bedeckt sind und in zunehmenden Höhen nur noch Nadelbäume wachsen. Eine weitere Unterscheidung der Waldgesellschaften ist die Bewirtschaftungsform. Viele Wälder dienen hauptsächlich zur Holzversorgung. Es gibt aber auch das Gegenteil, den Bannwald: Hier sind alle menschlichen Eingriffe verboten. Durch diese Vorgehensweise sollen natürliche Waldlebensgemeinschaften erhalten bleiben. Es wird versucht, einige Wälder wieder zu dem zu machen, was sie einmal waren – Urwälder.


Das zeigt, dass die unterschiedlichen Waldformen nicht ausschließlich natürlich sind, sondern sich auch durch die menschliche Bewirtschaftung der Wälder so ergeben haben. Der europäische (verarmte) Urwald entwickelte sich im Laufe der Zeit zum Wirtschaftswald. Als bemerkt wurde, wie drastisch sich der Wald in Europa zurückentwickelt und ganze Berge kahlgeschlagen waren, bemühte man sich durch eine nachhaltige Bewirtschaftung dem Wald die Chance zur Erholung zu geben. Der europäische Mischwald ist ein Bestandteil unserer jahrhundertealten Kulturlandschaft. In Deutschland sind bis zu 30 Prozent der Fläche bewaldet. Sein Vorhandensein wird als Selbstverständlichkeit genommen.


Sauerstofflieferant und CO2-Speicher

Sicherlich machen sich die wenigsten Menschen bewusst, dass der Wald unsere zentrale Lebensgrundlage darstellt. Denn die Wälder sorgen dafür, dass wir Luft zum Atmen haben. Eine einzige Buche produziert beispielsweise bis zu 7.000 Liter Sauerstoff am Tag, das reicht für 50 Menschen. Auch zur Reinhaltung der Luft leistet der Wald einen signifikanten Beitrag. So wird beispielsweise von Autos erzeugter Feinstaub von Blättern und Nadeln aufgenommen und durch den Regen wieder an den Boden abgegeben. Dazu kommt, dass Regenwasser in Waldböden gespeichert und langsam über unterirdische Wasserläufe an Trinkwasserquellen abgegeben wird. Die Bodenspeicher stellen also sicher, dass das kostbare Wasser nicht in Bächen und anderen Gewässern abfließt.

Befindet man sich heute in unseren heimischen Wäldern, stellt sich schnell ein Gefühl der Geborgenheit ein, wie in einem großen Wohnzimmer aus Bäumen. Dieses „grüne Wohnzimmer“ ist der Lebensraum für geschätzte 7.000 bis 14.000 Tierarten und bis zu 14.000 Pflanzenarten (Pilze und Flechten etc. mitgerechnet).

Feuchtwäldern kommt neben ihrem hohen landschaftsästhetischen Reiz und der mit ihnen verbundenen Biodiversität auch im Zusammenhang mit der aktuellen Klima-Diskussion ein hoher Stellenwert zu. Laut Studien der Universität Greifswald binden zum Beispiel Erlenbruchwälder bis zu 30 Tonnen CO2 pro Hektar und Jahr. Sie funktionieren so als Kohlenstoffsenke und können darüber hinaus bei guter Wasserversorgung zusätzlichen Kohlenstoff im Boden und im Holzvorrat binden. Es gilt, dieses beeindruckende Artenspektrum zu erhalten und zu schützen. Denn letztlich spielt der Wald auch eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel.


Links

http://www.waldportal.org/

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