Biosphärenreservat
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Biosphärenreservate sind Schutzgebiete die für eine Vegetationszone beispielhaft und deshalb besonders schützenswert sind.
Die UNESCO startete 1970 das Programm Mensch und Biosphäre (Man and Biosphere, MAB). Kern des Programmes ist es, solche Gebiete, die für eine Vegetationszone typisch sind, als so genannte Biosphärenreservate auszuweisen und damit unter einen besonderen internationalen Schutz zu stellen. Dabei geht es vor allem darum, vom Menschen geschaffene Kulturlandschaften zu erhalten und weniger um den Schutz von ursprünglicher Natur und Landschaft.
Ziel der UNESCO-Biosphärenreservate ist es, eine ausgewogene Beziehung zwischen Mensch und Biosphäre und die nachhaltige und naturverträgliche Nutzung zu fördern sowie beispielhaft darzustellen.
Biospärenreservate in Deutschland
Es gibt 13 Biosphärenreservate in Deutschland. Während Nationalparke nicht vom Menschen für z.B. landwirtschaftliche Zwecke genutzt werden dürfen, ist die Nutzung im Biosphärenreservat Bestandteil des Konzepts. Fast alle Biosphärenreservate werden als Kulturlandschaften mit unterschiedlicher Intensität wirtschaftlich genutzt, fast alle liegen in ländlichen Räumen.
Wegen ihrer niedrigen Umweltbelastung und ihrer reizvollen Landschaft sind die deutschen Biosphärenreservate beliebte Urlaubsziele und Naherholungsgebiete.
Ein Biosphärenreservat ist in drei Schutzzonen eingeteilt:
- Kernzone: In dieser Zone ist in der Regel jegliche Nutzung untersagt. Sie ist dem langfristigem Schutz von Flora und Fauna gewidmet.
- Pflegezonen: Zonen, die die Kernzonen umschließen oder an sie angrenzen, in denen nur Aktivitäten stattfinden, die mit den Schutzzielen vereinbar sind. Hier darf nur eine schonende, naturnahe Landnutzung stattfinden.
- Entwicklungszonen: Zonen, in denen Vorgehensweisen zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Ressourcen gefördert und entwickelt werden.
Nach § 25 BNSchG sind Biosphärenreservate „rechtsverbindlich festgesetzte einheitlich zu schützende und zu entwickelnde Gebiete, die
- großräumig und für bestimmte Landschaftstypen charakteristisch sind,
- in wesentlichen Teilen ihres Gebiets die Voraussetzungen eines Naturschutzgebiets, im übrigen überwiegend eines Landschaftsschutzgebiets erfüllen,
- vornehmlich der Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung einer durch hergebrachte vielfältige Nutzung geprägten Landschaft und der darin historisch gewachsenen Arten- und Biotopvielfalt, einschließlich Wild- und früherer Kulturformen wirtschaftlich genutzter oder nutzbarer Tier- und Pflanzenarten, dienen und
- beispielhaft der Entwicklung und Erprobung von die Naturgüter besonders schonenden Wirtschaftsweisen dienen.“
Liste der Biosphärenreservate in Deutschland
- Berchtesgaden (467 km², Bayern)
- Flusslandschaft Elbe (3.540 km², Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern,
Brandenburg, Sachsen-Anhalt)
- Hamburgisches Wattenmeer (117 km², Hamburg)
- Niedersächsisches Wattenmeer (2.400 km², Niedersachsen)
- Oberlausitzer Heide-und Teichlandschaft (301 km², Sachsen)
- Pfälzerwald-Nordvogesen (grenzüberschreitend, 3.018 km² insgesamt, davon 1.780 km² Pfälzerwald, Rheinland-Pfalz)
- Rhön (1.850 km², Bayern, Hessen, Thüringen)
- Schaalsee (309 km², Mecklenburg-Vorpommern)
- Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen (4.431 km², Schleswig-Holstein)
- Schorfheide-Chorin (1.292 km², Brandenburg)
- Spreewald (475 km², Brandenburg)
- Südost-Rügen (235 km², Mecklenburg-Vorpommern)
- Vessertal-Thüringer Wald(171 km², Thüringen)


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