Bionik
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Die Natur als Vorbild für technische Erfindungen nehmen – diese Vorgehensweise beschreibt der Begriff „Bionik“. Viele Dinge, die alltäglich von uns mit der größten Selbstverständlichkeit verwendet werden, finden ihre Vorbilder in der Natur. Zum Beispiel die Pinzette, deren Technik den Greifzangen eines Krebses nachempfunden ist. Auch der Stacheldraht zur Feindesabwehr hat einen Vorläufer – den Dornenbusch. Die abperlenden Wassertropfen auf Lotusblättern waren das Vorbild für die Entwicklung von sich selbst reinigenden Dachziegeln und Fenstergläsern, die auf Grund des sogenannten Lotus-Effekts nicht mehr geputzt werden müssen.
Moderne und komplexe Technologien wurden mit Hilfe der Natur entwickelt. Für die Konstruktion von Solarzellen standen beispielweise Mottenaugen Modell. Dabei geht es nicht darum, die Vorbilder der Natur passgenau nachzubilden. Vielmehr versuchen Bionik-Experten die Problemlösungen, die die Natur bereithält, zu erforschen und damit eine innovative Vorlage für moderne Technologien zu schaffen. In diesem Sinne bedeutet Bionik „Lernen von der Natur“. Es ist eine Disziplin, die versucht, Verfahrensweisen und Konstruktionen der Natur auf die Technik zu übertragen und so für den Menschen nutzbar zu machen.
Vor allem heute, zu Zeiten der Erderwärmung und der Naturkatastrophen, bietet die Natur entscheidende Lösungen an, die eine nachhaltige Entwicklung gewährleisten können, denn „die Natur erreicht ihre Ziele ökonomisch mit einem Minimum an Energie und führt ihre Abfälle immer vollständig in den natürlichen Kreislauf zurück“ (BMBF). Damit leistet die Bionik einen entscheidenden Beitrag zu einem nachhaltigen und umweltverträglichen Fortschritt der Menschheit.


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